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Antike Form für Tonfiguren in Jerusalem gefunden

Antike Tonfiguren finden sich bei Grabungen in und um Jerusalem wie Sand am Meer. Erstmals aber wurde jetzt eine Herstellungsform für Figuren gefunden - für die Archäologen ein Beweis, dass die Figuren homemade sind.

Erstmals ist in Jerusalem eine antike Form zur Herstellung von Figuren gefunden worden. Sie sei ein Beleg dafür, dass "zumindest einige" der an vielen Orten gefundenen Figuren aus dem 8. bis 6. Jahrhundert vor Christus innerhalb Jerusalems hergestellt wurden, schreibt die israelische Antikenbehörde am Montag.

Das Modell zur Herstellung eines weiblichen Gesichts wurde beim Sieben von Erdreich bei Ausgrabungen im sogenannten Kishle gefunden, einem Gefängniskomplex aus osmanischer Zeit, der heute zum Davids-Turm-Museum am Jaffator zur Jerusalemer Altstadt gehört.

Tonfiguren aus der Zeit des Ersten Tempels (10. bis 6. Jh. v. Chr.) sind nach Aussage der Archäologen aus fast jeder archäologischen Ausgrabung in Jerusalem und dem biblischen Gebiet Juda bekannt. Bisher sei jedoch unbekannt gewesen, ob die Figuren importiert oder vor Ort hergestellt worden seien.

Die Bedeutung der Figuren ist nach Worten der zuständigen Kuratorin der Behörde, Debbi Ben-Ami, ungeklärt. Ihre weite Verbreitung deute darauf hin, dass es sich um Alltagsgegenstände gehandelt habe. Die verschiedenen wissenschaftlichen Theorien reichten von Kinderspielzeug bis Segensbringern.