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Meldung

Studie: Mehr Wohlbefinden durch weniger Social Media

Laut einer neuen Studie wirkt sich eine zeitweise geringere Social-​Media-Nutzung positiv auf die psychische Gesundheit junger Menschen aus. Sie sollten bewusster mit dem Handy umgehen, mahnt Jugendpsychiater Fegert.

Weniger Social-Media-Konsum führt zu mehr psychischem Wohlbefinden. Das will eine Studie des Universitätsklinikums Ulm herausgefunden haben. Junge Menschen, die ihre tägliche Social-​Media-Nutzung über vier Wochen reduzierten, berichteten demnach von einem höheren subjektiven Wohlbefinden und weniger wahrgenommenen Stress im Vergleich zu vorher.

Es seien erste Zwischenergebnisse einer umfangreicheren Social-​Media-Detox-Studie, betonte das Universitätsklinikum Ulm auf seiner Homepage. Die Untersuchung wird von der Baden-​Württemberg Stiftung gefördert.

An der bundesweiten Studie nahmen den Angaben zufolge 131 junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren teil. Vor Studienbeginn waren die Teilnehmenden durchschnittlich mindestens vier Stunden pro Tag auf Sozialen Medien aktiv.

"Unsere Studie liefert erste Hinweise darauf, dass bereits eine zeitweise Reduktion der Social-​Media-Nutzung, zumindest kurzzeitig, positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit junger Menschen haben kann", betonte Studienleiter Jörg Fegert. Er ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder-​ und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Uniklinikum Ulm. Umso wichtiger sei es, junge Menschen langfristig bei einem bewussten Umgang mit Sozialen Medien zu unterstützen.

Die tägliche Social-​Media-Nutzungszeit der Teilnehmer wurde bei den von den Teilnehmern verwendeten Apps wie Instagram, Youtube, Snapchat, Tiktok oder Facebook erhoben. Außerdem kamen Fragebögen zu Schlafproblemen, Wohlbefinden, Wertschätzung des eigenen Körpers sowie zu Angst-​ und depressiven Symptomen zum Einsatz.

Auch biometrische Daten eines Fitnesstrackers seien herangezogen worden. Zudem habe es freiwillige Interviews mit ausgewählten Teilnehmenden gegeben.

Besondere Effekte zeigten sich demnach in einer Gruppe, die ihre Social-​Media-Nutzung auf durchschnittlich maximal eine Stunde pro Tag reduzierte. Dort habe die Häufigkeit von Schlafproblemen sowie von Angst-​ und depressiven Symptomen signifikant abgenommen, hieß es.