18 Frauen in Indonesien wegen des Verkaufs von Babys verurteilt
13.000 Euro für ein Baby aus Indonesien - mit diesem Geschäftsmodell hatte eine 70-Jährige einen internationalen Menschenhändlerring aufgebaut. Nun müssen sie und ihre Helferinnen ins Gefängnis.
Jakarta (KNA) In einem aufsehenerregenden Fall von Menschenhandel hat ein indonesisches Gericht am Dienstag 18 Frauen und einen Mann zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Laut örtlichen Medienberichten soll die Gruppe mindestens 35 Babys durch gefälschte Adoptionsunterlagen ins Ausland verkauft haben - vor allem in den reichen Stadtstaat Singapur. Dabei seien Preise zwischen umgerechnet 10.000 und 13.000 Euro erzielt worden.
Die 70 Jahre alte Drahtzieherin erhielt eine zehnjährige Freiheitsstrafe, die übrigen Angeklagten wurden zu je sieben Jahren Gefängnis verurteilt.
Der Richterspruch ist bemerkenswert, weil die strafrechtliche Verfolgung einschlägiger Delikte in Indonesien meist schwierig ist. In diesem Fall gelang es den Behörden, die Täter dank des Hinweises aus einer Facebook-Gruppe zu überführen. Dort hatten sie einem Ehepaar, das sich nicht in der Lage sah, für das eigene Baby zu sorgen, umgerechnet 390 Euro für das Kind geboten.
