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Zusammenfassung

Spahns Rücktritt wegen Leihmutter-Debatte - Merz: unvermeidlich

Viele bedauern persönlich den Rücktritt von Jens Spahn im Leihmutterschaft-Streit - doch für die meisten ist es die richtige Konsequenz. Auch der Kanzler äußert sich.

Jens Spahn (CDU) ist nach Kritik an der Nutzung einer Leihmutterschaft von seinem Posten als Unionsfraktionschef zurückgetreten. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte dazu: "Die Entscheidung ist richtig und war unvermeidlich. Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut." Er dankte Spahn für die Zusammenarbeit. In der Erarbeitung der großen Reformvorhaben der vergangenen Wochen sei Spahn eine wichtige Stütze der Koalition gewesen.

In einem Brief an die Fraktionsmitglieder schildert Spahn, dass ihm in den vergangenen Tagen bewusst geworden sei, dass sein persönliches Glück nicht vertretbar sei mit seinem politischen Amt. "Eines ist mir in den letzten Tagen immer klarer geworden: Meine Familie ist mir das Wichtigste", schrieb er.

Spahn und sein Ehegatte Daniel Funke hatten kürzlich mitgeteilt, dass sie Eltern geworden sind. Der Sohn mit dem Namen Georg kam demnach in den USA zur Welt und wurde von einer Leihmutter geboren. Spahn hatte sich in der Vergangenheit gegen Leihmutterschaft ausgesprochen; auch die CDU lehnt diese in Deutschland verbotene Praxis ab.

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Matthias Miersch, zollte Spahn großen Respekt vor der Entscheidung. Zur politischen Bewertung der Vorgänge beim Koalitionspartner wolle er sich nicht äußern. "Als Mensch kann ich erahnen, was die letzten Stunden für Jens Spahn und seine Familie bedeutet haben." Er wünsche ihm und seiner Familie für die Zeit nach dem Amt "alles Gute und viel Kraft", so Miersch.