Studentinnen sind an den Unis offenbar zielstrebiger als Studenten
In Deutschland schaffte zuletzt jeder dritte Student einen Bachelor-Abschluss in der Regelstudienzeit; beim Master war es jeder Zweite. Bei näherer Betrachtung der Statistik zeigen sich gewisse Unterschiede.
Wiesbaden (KNA) Beim Studium sind Frauen offenbar zielstrebiger unterwegs als Männer. Das geht aus einer am Freitag vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Auswertung der Studienverlaufsstatistik 2025 hervor. Demnach schloss knapp jede dritte der insgesamt 510.400 Personen, die im Studienjahr 2020 - also im Sommersemester 2020 oder im Wintersemester 2020/2021 - ein Bachelorstudium an einer deutschen Hochschule aufnahmen, das Fachstudium innerhalb von acht Semestern erfolgreich ab.
Die Abschlussquote der Bacheloranfängerinnen und -anfänger lag damit wie im Vorjahr bei 30 Prozent. Für die insgesamt 209.100 Masteranfängerinnen und -anfänger des Studienjahres 2020 ergab sich eine Abschlussquote von 51 Prozent. Auch hier blieb die Abschlussquote nach sechs Semestern gegenüber dem vorherigen Studienjahr 2019 unverändert.
Unterschiede stellten die Statistiker allerdings im Geschlechtervergleich fest. Bei den Bachelorstudiengängen ergab sich den Angaben zufolge eine Abschlussquote nach acht Semestern von 34 Prozent für Frauen, für Männer lag sie bei 25 Prozent. Auch bei den Masterstudiengängen lag die Abschlussquote der Studienanfängerinnen von 2020 mit 53 Prozent über der ihrer männlichen Kommilitonen, die 48 Prozent betrug.
Erstmalig berechneten die Statistiker auch die Abschlussquoten für Staatsexamensanfängerinnen und -anfänger. Wegen der längeren Regelstudienzeit von zwölf Semestern nahmen sie das Studienjahr 2018 als Ausgangsbasis. Von den insgesamt 54.900 Staatsexamensanfängerinnen und -anfängern erlangten demnach 31 Prozent innerhalb dieser zwölf Semester einen Abschluss. Dabei ergab sich für Frauen eine Abschlussquote von 35 Prozent, bei Männern lag die Abschlussquote bei 24 Prozent.
