Umfrage: Zwei Drittel laden Freunde bei Geldknappheit auch mal ein
Restaurantbesuch, Kinoabend oder Ausflug - wenn beim anderen Ebbe in der Kasse ist, laden Freunde einander laut einer Umfrage häufig ein. Eine Altersgruppe zeigt sich aber eher geizig.
Köln (KNA) Fehlendes Geld für gemeinsame Aktivitäten kann eine Freundschaft trüben. Befreundete Menschen sind deshalb grundsätzlich bereit, ihr Gegenüber auch einmal einzuladen, wie eine YouGov-Umfrage für die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) zeigt. Demnach haben 37 Prozent der Befragten einem Freund oder einer Freundin schon einmal ein Essen oder einen Cafébesuch spendiert. Frauen waren mit 39 Prozent etwas freigiebiger als Männer (34 Prozent).
Gemeinsame Freizeitaktivitäten sind offenbar vor allem jüngeren Menschen wichtig. Von den unter 25-Jährigen haben 30 Prozent schon einmal einen Freund ins Kino, zu einem Konzert oder zum Sport eingeladen. Im Durchschnitt gaben dies nur 23 Prozent aller Befragten an.
Ein knappes Fünftel (19 Prozent) hat für Freundin oder Freund schon einmal die Kosten für einen Ausflug übernommen. Dies ist vor allem Menschen zwischen 18 und 24 wichtig (27 Prozent). Zehn Prozent der Befragten haben zudem eine befreundete Person schon zu einem Urlaub oder sonstigen Aktivitäten eingeladen.
Als etwas knauseriger erweisen sich in der Umfrage Menschen ab 55 Jahren. Während 36 Prozent aller Befragten noch nie einen Freund zu etwas eingeladen hat, sind es in dieser Altersgruppe 42 Prozent. Dagegen gaben nur 21 Prozent der 18- bis 24-Jährigen an, einem anderen noch nie etwas spendiert zu haben. 17 Prozent der 55-Jährigen haben einem befreundeten Menschen nach eigenen Angaben bereits einen Restaurant- oder Cafébesuch ausgegeben.
Bei der "YouGov Frage des Tages" wurden 3.542 Personen in Deutschland ab 18 Jahren am 15. Juli 2026 befragt; Mehrfachnennungen waren möglich. Die Frage lautete: "Haben Sie schon einmal einen Freund oder eine Freundin zu gemeinsamen Aktivitäten eingeladen oder diese bezahlt, weil die Person sich die Kosten sonst nicht hätte leisten können?" Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind demnach repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
