Jeder zweite Teenager beneidet frühere Generationen ohne Social Media
Eine analoge Jugend wie in den 1980er Jahren - ganz ohne Tiktok, Youtube oder Instagram: Davon träumen laut Umfrage viele Teenager und beneiden ihre Eltern und Großeltern darum.
Mainz (KNA) Jeder zweite Jugendliche in Deutschland (47 Prozent) beneidet die Generationen, die ohne Social Media aufgewachsen sind. Vor allem Mädchen waren in einer Umfrage mit 52 Prozent dieser Meinung. Jungen beneideten frühere Jugend-Generationen nur zu 42 Prozent, wie aus einer Sonderauswertung der Studienreihe JIM hervorgeht, die am Mittwoch in Mainz vorgestellt wurde. Sie widmet sich dem digitalen Wohlbefinden von 14- bis 17-Jährigen.
Demnach vertrauen sich 12 Prozent der Jugendlichen in Deutschland, wenn sie etwas belastet, einem KI-Chatbot an. Die große Mehrheit greift bei Sorgen und Belastungen auf Musik und vor allem auf Gespräche mit vertrauten Personen zurück.
"Erst gute Laune, dann ein schlechtes Gewissen: So beschreiben viele Jugendliche das Scrollen durch ihren Social-Media-Feed", fasste der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest die Ergebnisse zusammen.
72 Prozent der Befragten geben demnach an, dass Social Media sie von Dingen ablenkt, die sie eigentlich tun sollten. 55 Prozent berichten, dass ihnen dadurch Zeit für Erholung und Freizeitaktivitäten fehlt. Die häufigste - zu 40 Prozent genannte - Nebenwirkung des Dauerscrollens ist eine spürbare Verringerung der Konzentrationsfähigkeit.
