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Kirche wendet sich gegen weitere Kürzungen im Entwicklungsetat

Seit Jahren sinken die Mittel der Bundesregierung für Entwicklungszusammenarbeit. Die katholische Kirche fordert nun eine Haltelinie - und warnt andernfalls vor fatalen Konsequenzen.

Die katholische Kirche fordert eine Abkehr von geplanten weiteren Kürzungen im deutschen Budget für Entwicklungszusammenarbeit. In den anstehenden Verhandlungen für den Bundeshaushalt 2027 müsse der Trend eines immer weiter absinkenden Entwicklungsetats gestoppt werden, sagte der Vorsitzende der Katholischen Zentralstelle für globale Entwicklung und Leiter des Katholischen Büros auf Bundesebene, Prälat Karl Jüsten, am Dienstag in Berlin. Er forderte eine Haltelinie.

Im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sind für das Entwicklungsministerium nur noch knapp 9,5 Milliarden Euro vorgesehen. In diesem Jahr liegt der Etat noch bei rund 10 Milliarden Euro. Das entspricht allerdings auch schon einer Kürzung um fast 20 Prozent seit 2021. Zugleich wurden die Mittel für die beim Auswärtigen Amt angesiedelte humanitäre Hilfe im Vergleich zu 2024 auf rund eine Milliarde Euro halbiert. Bei dieser Summe soll es auch im kommenden Jahr bleiben.

Der Katholischen Zentralstelle für globale Entwicklung wurden im vergangenen Jahr mit 127 Millionen Euro etwa ein Viertel weniger Mittel für neue Vorhaben bewilligt als im Vorjahr (fast 169 Millionen Euro). Die Kirchen hätten bereits einen substanziellen Anteil an den Kürzungen des Entwicklungshaushalts tragen müssen, so Jüsten. Ein weiterer Abwärtstrend hätte fatale Konsequenzen für die Menschen in den Ländern des Globalen Südens und für Deutschlands Ansehen in der Welt.

Die Zentralstelle ist die kirchliche Schnittstelle zwischen den eigenen Hilfswerken und den öffentlichen Geldgebern.