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Arbeitsagentur: Ohne Zuwanderung zu wenig Fachkräfte

Deutschland wird älter - die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind beträchtlich. Darum wird Zuwanderung nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit für viele Berufe immer wichtiger.

Deutschland braucht nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit Zuwanderung zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs. In den vergangenen zehn Jahren sei die Zahl der Deutschen im erwerbsfähigen Alter um knapp 4 Millionen zurückgegangen, teilte die Behörde am Dienstag in Nürnberg mit. Gleichzeitig seien 3,4 Millionen Ausländer im entsprechenden Alter dazugekommen.

Der Beschäftigungszuwachs sei zwischen Juni 2014 und Juni 2025 zu 43 Prozent von Personen aus Drittstaaten getragen worden. Geflüchtete hätten maßgeblich zu diesem Wachstum beigetragen, sagte Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen der Agentur. Allerdings sei bei Personen mit deutscher wie ausländischer Staatsangehörigkeit die Beschäftigungsquote gestiegen. Gerade jüngere Jahrgänge würden aber immer stärker durch Zuwanderung geprägt.

Zugewanderte helfen den Angaben zufolge zunehmend dabei, den Bedarf an fehlenden Arbeitskräften in vielen Berufen zu decken. Während Deutsche vor allem in höher qualifizierten Tätigkeiten zulegten, glichen Zugewanderte Rückgänge bei Helfer- und Fachkrafttätigkeiten zumindest teilweise aus. Ihr Anteil in Berufen mit besonders großem Bedarf habe sich seit 2014 von sieben auf rund 14 Prozent verdoppelt.

In Westdeutschland trügen Deutsche und Zugewanderte gemeinsam zum Aufbau neuer Jobs bei, so die Agentur. In vielen Regionen Ostdeutschlands stammten neue Beschäftigte dagegen fast ausschließlich aus dem Ausland und glichen dort die Folgen des demografischen Wandels zumindest teilweise aus.