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"Dito" ist "Spiel des Jahres" 2026

Seine Mitspieler richtig einschätzen, bunte Wesen sammeln oder Irland und Schottland mit Burgen, Städten und Kathedralen besiedeln - darum geht es bei den neuen Spielen des Jahres.

Das Partyspiel "Dito" ist Spiel des Jahres 2026. Am Sonntagabend in Berlin wurden außerdem "Die Insel der Mookies" als Kinderspiel des Jahres und "Rebirth" als Kennerspiel des Jahres ausgezeichnet.

In "Dito" von Martin Ang geht es darum, Begriffe zu bestimmten Kategorien aufzuschreiben - zum Beispiel "Dinge, die man im Gesicht trägt", "Länder mit guter Küche" oder "Dafür würden Menschen ihre Seele verkaufen". Anders als etwa bei Klassikern wie "Stadt, Land, Fluss" geht es hier allerdings darum, möglichst viele gleiche Begriffe aufzuschreiben wie die Mitspielenden.

In der Begründung der unabhängigen Kritikerjury heißt es: "Auf den ersten Blick ist 'Dito' ein Wettkampf um die meisten Punkte. Im Kern verbindet es uns aber als Gruppe, denn nur über das richtige Erahnen von Gemeinsamkeiten sind wir selbst erfolgreich. Nebenbei lernen wir unsere Mitspielenden besser kennen. Wissen ist nicht gefragt, sondern Verständnis für die Sicht der anderen - und ein taktisches Gespür für die beste Platzierung der Begriffe."

"Dito" wird empfohlen für 3 bis 7 Personen ab 10 Jahren und kostet rund 28 Euro. Es setzte sich gegen die ebenfalls nominierten Spiele "Cozy Sticker Ville" und "Morty Sorty Magic Shop" durch.

Das Kinderspiel des Jahres "Die Insel der Mookies" von Florian Sirieix wird für 2 Personen ab 4 Jahren empfohlen und kostet circa 15 Euro. Es setzte sich gegen "Buh Party" und "Verflixt verzaubert" durch. Bei dem Kartenspiel werden bunt illustrierte Wesen aus einer von fünf Mookie-Familien gesammelt, wobei aber auch Spinnen und andere Wesen beim Sammeln stören können.

Die Begründung der Jury lautet: "Mit wenig Regeln entsteht ... ein spannendes Duell, von dem Kinder nicht genug kriegen können. Die Aufgabe ist elegant auf das Wesentliche reduziert und wächst dabei aber taktisch mit den Kindern mit. Durch die liebevolle Aufmachung entspringt der kleinen Schachtel in wenigen Minuten nicht nur eine Insel, sondern eine kleine Welt."

"Rebirth" von Reiner Knizia ist das Kennerspiel des Jahres, das sich an erfahrenere Spielerinnen und Spieler richtet. Nominiert waren außerdem "Boss Fighters QR" und "Moon Colony Bloodbath". "Rebirth" wird empfohlen für 2 bis 4 Personen ab 10 Jahren und kostet rund 50 Euro.

Mit drei Plättchenarten - Energieanlagen, Farmen, Häuser - wird dabei eine Landkarte wahlweise von Irland oder Schottland belegt. Dabei werden Burgen und Häfen erschlossen, Kathedralen gebaut, Siedlungen vergrößert und Aufträge erfüllt.

Die Jury sagte dazu; "Das einfache Grundprinzip ... eröffnet eine Vielzahl taktischer Möglichkeiten. Das Regelwerk ist elegant und zwingt zur Konzentration auf das Wesentliche. Die direkte Konkurrenz auf dem gemeinsamen Plan führt zu einem lebendigen und interaktiven Erlebnis, bei dem die konstruktive Planung im Vordergrund steht."

Die Auszeichnung "Spiel des Jahres" wird seit 1979 vergeben und gilt als einer der weltweit wichtigsten Preise seiner Art. Seit 2001 wird auch der Preis "Kinderspiel des Jahres" vergeben und seit 2011 die Auszeichnung "Kennerspiel des Jahres".

Nach Angaben der Jury erscheinen in Deutschland jährlich mehrere hundert neue Brettspiele und Überarbeitungen. Für den diesjährigen Wettbewerb habe man die Rekordzahl von 571 Neuerscheinungen ausgewertet.