Karin Prien: Würde mit Davidstern nicht in bestimmte Viertel gehen
Antisemitische Vorfälle haben auch in Deutschland deutlich zugenommen. Die Bundesfamilienministerin hat jüdische Wurzeln - und sagt, sie erfahre mehr Hass im Netz.
Berlin (KNA) Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) würde Erkennungssymbole ihrer jüdischen Herkunft nach eigenen Angaben in der Öffentlichkeit gegebenenfalls verbergen. Sie sei zwar noch nicht auf der Straße angegriffen worden. "Ich würde mich aber mit meiner Davidstern-Kette zu manchen Zeiten nicht in bestimmte Stadtviertel begeben, etwa wenn da gerade einschlägige Demonstrationen stattfinden", sagte Prien der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 und dem anschließenden Gaza-Krieg erfahre sie viel Hass im Netz. "Der 7. Oktober 2023 war für alle Menschen mit jüdischer Biografie eine Zäsur, also auch für mich", sagte Prien. Sie ist die erste Bundesministerin mit jüdischen Wurzeln.
