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Kampagne für Kinder aus Sucht-belasteten Familien

Kinder und Jugendliche, deren Eltern psychisch krank sind oder an einer Sucht leiden, fühlen sich hilflos. Unterstützungsangebote gibt es jetzt im Netz.

Jugendliche, die in durch Sucht und psychische Erkrankungen belasteten Familien leben, sollen mehr Unterstützung erhalten. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) startete deshalb am Freitag eine bundesweite Kampagne für das Beratungsangebot "Hilfen im Netz".

"Für viele betroffene junge Menschen sind die 'Hilfen im Netz' der erste Ort, an dem sie sich öffnen können und unkompliziert Hilfe erhalten", sagte Prien in Berlin bei der Vorstellung der Plakatkampagne. Dort könnten sie auch erfahren, dass es anderen ganz ähnlich geht.

Acht Wochen lang sollen Plakate auf öffentlichen Werbeflächen auf das Angebot hinweisen. "Hilfen im Netz" bietet demnach betroffenen Kindern und Jugendlichen anonyme und kostenlose Beratung und stellt ihnen darüber hinaus passende Hilfen zur Seite. Das Familienministerium hat die Förderung nach eigenen Angaben für das Projekt um weitere drei Jahre bis Sommer 2029 verlängert.

Rund 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche sind in Deutschland im Verlauf eines Jahres mit einer psychischen oder Suchterkrankung eines Elternteils konfrontiert - oft mit lebenslangen Folgen für die eigene psychische Gesundheit und ihren Bildungserfolg.