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Organisationen warnen vor bis zu 22 Millionen vermeidbaren Toten

Die Gelder für deutsche Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe werden seit einigen Jahren deutlich gekürzt. Ein Bündnis fürchtet deshalb Millionen vermeidbare Todesfälle - darunter viele Kinder.

Zusätzlich fünf Millionen vermeidbare Todesfälle bei Kleinkindern fürchtet ein Bündnis von Hilfswerken. Bis 2030 könnten insgesamt 9,4 bis 22,6 Millionen vermeidbare Todesfälle bei Kindern und Erwachsenen nicht verhindert werden, schreiben etwa 20 Entwicklungs- und Hilfsorganisationen in einem gemeinsamen Dossier am Freitag.

Seit 2023 wurde der Etat des Entwicklungsministeriums um beinahe 20 Prozent gekürzt. Die im Auswärtigen Amt angesiedelten Mittel für humanitäre Hilfe halbierte die Bundesregierung gegenüber 2024 auf rund eine Milliarde Euro. Damit machen Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe nur rund zwei Prozent des aktuellen Bundeshaushalts aus.

"Die Kürzungen bei der Armutsbekämpfung treffen Menschen in ihrer verletzlichsten Lage in Zeiten zunehmender Krisen", klagte der Hauptgeschäftsführer des katholischen Entwicklungshilfswerks Misereor, Andreas Frick. Am Montag will das Bundeskabinett den Bundeshaushalt 2027 verabschieden. Er sieht weitere Kürzungen vor. Das Bündnis plant eine Protestaktion vor dem Bundeskanzleramt.