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Bundeskanzler feuert Makkabi-Athleten an: "Zeigt, was in Euch steckt"

In Israel haben die internationalen jüdischen Sportwettkämpfe begonnen. Kanzler Merz drückt den deutschen Teilnehmern die Daumen. Und erinnert daran, dass die WM nicht das einzige große Sportereignis derzeit ist.

Zum Auftakt der internationalen jüdischen Sportwettkämpfe der Maccabiah in Israel hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die deutschen Athletinnen und Athleten angefeuert. "Zeigt, was in euch steckt", sagte Merz in einer Videobotschaft in den Sozialen Medien. Er erinnerte daran: "Die Fußball-Weltmeisterschaft ist nicht das einzige große Sportereignis in diesen Tagen."

Es gehe nicht nur um sportliche Erfolge, sondern auch um Begegnungen, Austausch und Gemeinschaft. "Zeigt, was Teamgeist und Zusammenhalt bedeuten", appellierte der Kanzler an die deutsche Delegation. "Und wenn man am Ende noch ein paar Medaillen mit nach Hause bringt, umso besser. Ich drücke euch die Daumen."

Nach Veranstalterangaben nehmen in diesem Jahr rund 10.000 Sportler und Sportlerinnen aus 60 Ländern teil. Die Eröffnungsfeier fand am Mittwoch in Jerusalem statt, die Spiele dauern bis zum 13. Juli. Aus Deutschland sind dem Verband Makkabi Deutschland zufolge rund 170 Athletinnen und Athleten sowie Funktionäre dabei. Damit stelle die Nationalmannschaft die größte europäische Delegation, hieß es.

"Über 80 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus vertritt Makkabi Deutschland das demokratische Deutschland bei den jüdischen Weltspielen", erklärte Makkabi Deutschland am Donnerstag. Erneut bekräftigte der Verband, dass sich Jüdinnen und Juden mit Blick auf gestiegenen Antisemitismus in Deutschland weder aus der Gesellschaft noch aus dem Sport verdrängen ließen.

Alfi Goldenberg, Vize-Präsident Sport bei Makkabi, betonte: "Wir sind hier, um starke Leistungen zu zeigen. Wir wollen erfolgreich sein, wir wollen Medaillen holen, und wir wollen als Team Deutschland bei dieser Maccabiah sportlich überzeugen."

Die für 2025 geplante Maccabiah musste wegen des Iran-Kriegs verschoben werden. Die Sportveranstaltung war aus der zionistischen Bewegung entstanden und soll das Zusammengehörigkeitsgefühl jüdischer Sportlerinnen und Sportler sowie die Verbindung mit Israel stärken.

In diesem Jahr findet die Maccabiah unter anderem vor dem Hintergrund der israelischen Militäroperation im Libanon und einer fragilen Waffenruhe mit dem Iran statt. Am Donnerstag wurde in Israel außerdem der 1.000. Tag nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel begangen. Die Attacke vom 7. Oktober 2023 hatte den Gazakrieg ausgelöst.