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Helfer: "Totale Zerstörung" nach Erdbeben in Venezuela

Eine ganze Stadt liegt in Schutt und Asche. Die Zerstörung nach dem Erdbeben in Venezuela hat selbst nach Maßstäben erfahrener Helfer gigantische Ausmaße. Und es entstehen neue Probleme.

Das Ausmaß der Erdbebenschäden in Venezuela übersteigt nach Helferangaben die schlimmsten Befürchtungen. Gerade im besonders betroffenen Küstenort La Guaira sei die Lage "noch viel dramatischer, als wir zunächst gedacht hatten", teilte das Hilfswerk Care am Mittwoch unter Berufung auf eine lokale Partnerorganisation mit. "Die Zerstörung ist total. Es sieht nicht so aus, als hätte dort jemals eine Stadt gestanden."

Helfer hätten schon unmittelbar nach der Katastrophe mit der Versorgung der Betroffenen mit Wasser, warmen Mahlzeiten und Hygieneartikeln begonnen. Die Organisation geht von einem stark steigenden Bedarf in den nächsten Tagen aus. Gleichzeitig dauerten Such- und Rettungsmaßnahmen auch eine Woche nach den verheerenden Beben an.

Besonders besorgniserregend ist den Angaben zufolge ein deutlicher Anstieg sexualisierter Gewalt gegen Frauen in der betroffenen Region. "Das macht deutlich, wie direkt die Risiken für Frauen und Mädchen in die Höhe schnellen, nachdem sie ihr sicheres Zuhause verloren haben", erklärte der Generalsekretär von Care Deutschland, Karl-Otto Zentel.