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Meldung

Unicef: Millionen Menschen brauchen nach Erdbeben in Venezuela Hilfe

Mehrere Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela wird nach und nach das Ausmaß sichtbar. Besonders betroffen sind nach Einschätzung von Unicef Kinder.

Nach Einschätzung des UN-Kinderhilfswerks Unicef benötigen nach den schweren Erdbeben in Venezuela rund 1,8 Millionen Menschen humanitäre Hilfe. Darunter seien 680.000 Kinder, teilte die Organisation mit.

Tage nach den Erdbeben werde das Ausmaß der Not immer deutlicher, sagte Rodríguez Pumarol, Leiter von Unicef in Venezuela, laut Mitteilung. Krankenhäuser und ihr Personal arbeiteten weit über ihre Kapazitäten hinaus. "Tausende Kinder haben keinen verlässlichen Zugang zu sicherem Trinkwasser, und viele Schulen wurden beschädigt", so Pumarol.

Nach vorläufigen Angaben wurden allein im Hauptstadtbezirk 432 Schulen beschädigt - gut jede dritte Schule. Dadurch werde der Zugang zu Bildung zahlreicher Kinder unterbrochen. Laut Unicef läuft auch in Bildungseinrichtungen, die von den Erdbeben verschont wurden, der Unterricht nicht nahtlos weiter: Die Gebäude werden vielerorts als Notunterkünfte für vertriebene Familien genutzt.

Offiziellen Angaben zufolge ist die Zahl der Todesopfer mittlerweile auf 1.430 gestiegen. Zehntausende Menschen werden weiterhin vermisst.

Zwei Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschütterten am 24. Juni das Land. Es waren die schwersten Beben seit 100 Jahren in dem südamerikanischen Land.