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Auch im Kölner Dom wird es wärmer - aber nur langsam

In der Hitze lernt mancher Zeitgenosse kühle Kirchenmauern neu zu schätzen. Aber auch die erwärmen sich. In einem bekannten Gotteshaus bleibt man trotzdem cool.

Auch am Kölner Dom zieht die Hitzewelle nicht spurlos vorüber. "Es ist üblich, dass sich die Innenraumtemperaturen des Kölner Doms während einer Hitzewelle stetig den Außentemperaturen annähern", sagte Dom-Sprecher Markus Frädrich der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Das sei eine Folge der gotischen Bauweise. "Die großen Fensterflächen und der Stein nehmen die Hitze auf und speichern sie - und es wird täglich wärmer im Dom", so Frädrich. "Hatten wir vor einer Woche tagsüber noch 21 Grad im Dom, sind es inzwischen gut 26 Grad."

Im Vergleich zu gotischen Kathedralen mit ihren schlanken Mauern und großen Fenstern seien bei großer Hitze romanische Kirchen im Vorteil, so der Sprecher weiter. Dort bleibe es durch die Bauweise mit dicken Mauern und kleinen Fenstern länger kühl. Angesichts von bis zu 38 Grad Außentemperatur dürften Besucher die 26 Grad im Innenraum des Doms trotzdem als angenehm empfinden. Der Zustrom bewege sich auf dem üblichen Niveau für die Jahreszeit, sagte Frädrich.

In Berlin hatten Medien zuvor einen Besucheransturm auf den Dom gemeldet. Das zwischen 1894 und 1905 errichtete Gotteshaus zog demnach wegen seines angenehmen Innenklimas Tausende Besucher an - obwohl außerhalb der Gottesdienste ein Eintritt fällig ist. Im Kölner Dom ist der Zugang noch frei. Ab Mittwoch wird eine Zugangsgebühr in Höhe von regulär 12 Euro erhoben.