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Papst Leo XIV. unterstreicht zentrales Argument gegen Laienpredigt

Dass ungeweihte Katholiken in der Messe nicht predigen dürfen, hat der Vatikan jüngst den deutschen Bischöfen mitgeteilt. Nun wiederholt der Papst das zentrale Argument gegen die Laienpredigt - in einem anderen Kontext.

Papst Leo XIV. hat das grundlegende dogmatische Argument gegen die Laienpredigt in der katholischen Messe wiederholt. Bei der Generalaudienz am Mittwoch sagte er vor mehreren tausend Pilgern aus aller Welt unter Verweis auf das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965): "Wenn wir an der Eucharistiefeier teilnehmen, sind wir eingeladen, das Wort Gottes zu hören und uns am Tisch des Herrn zu nähren, wo er selbst sich dem Vater darbringt."

Und weiter: "Diese beiden Teile der Messe, die Liturgie des Wortes und die Liturgie der Eucharistie, sind so eng miteinander verbunden, dass sie einen einzigen Kultakt ausmachen." Mit demselben Argument hatte, wie am Dienstag bekannt wurde, der Vatikan unlängst einen Antrag der Deutschen Bischofskonferenz abgelehnt, die um eine Sondererlaubnis für die Laienpredigt gebeten hatte. Das Thema Laienpredigt sprach der Papst in seinen Ausführungen allerdings nicht unmittelbar an.

In der ablehnenden Antwort der vatikanischen Behörde für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an die deutschen Bischöfe hieß es: "Wort und Sakrament sind in der Eucharistiefeier untrennbar miteinander verbunden. Folglich obliegt die Verkündigung des Wortes im Rahmen der liturgischen Handlung, und vor allem in der Homilie, kraft des Weihesakraments dem geweihten Amtsträger und kann nicht delegiert werden."

Der Papst machte seine Ausführungen am Mittwoch während einer Abhandlung über den Text "Sacrosanctum Concilium". Mit diesem Dokument hatte das Zweite Vatikanische Konzil 1963 die bis heute gültigen Grundlagen der katholischen Messfeier festgelegt.