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Umfrage zu Wehrdienst: Viele junge Menschen fühlen sich übergangen

Die Debatte um den Wehrdienst bewegt. In einer Umfrage beklagen viele junge Menschen fehlende Mitsprache. Entscheiden würde am Ende die ältere Generation.

Viele junge Menschen finden, dass beim Thema Wehrdienst über ihren Kopf hinweg entschieden wird. Das zeigt eine Umfrage der Universität Hildesheim und der Goethe-Universität Frankfurt, die die Hochschulen am Montag veröffentlichten. Das zentrale Ergebnis: "Egal, wie junge Menschen der Wehrpflicht persönlich gegenüber eingestellt sind - sie fühlen sich nicht ausreichend in die politischen Entscheidungsprozesse einbezogen."

Die Forschenden befragten online gut 4.000 Teilnehmende im Alter von 15 bis 30 Jahren. Rund drei Viertel stimmten der Aussage zu: "Entscheidungen zum Wehrdienst werden durch die Perspektiven älterer Generationen bestimmt." Etwa genauso viele fanden, dass die Meinungen junger Menschen zum Wehrdienst nicht ernst genommen würden. Knapp 70 Prozent sagten, Politiker würden junge Menschen bei Entscheidungen zum Wehrdienst nicht berücksichtigen.

Eine allgemeine Wehrpflicht besteht nach wie vor nicht. Allerdings müssen junge Männer einen Fragebogen zur Eignung für einen Dienst bei der Bundeswehr ausfüllen und sich mustern lassen. Die Einführung dieser Pflichten fanden in der Studie 29 Prozent der jungen Menschen gut; 54 Prozent standen ihr jedoch negativ bis ablehnend gegenüber.