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Bistum Münster hat wieder einen Bischof: Wilmer tritt Amt an

Rund 15 Monate war Deutschlands mitgliederstärkstes Bistum ohne Bischof. Nun hat Heiner Wilmer das Amt übernommen. An der Feier im voll besetzten Sankt-Paulus-Dom nahm auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst teil.

Heiner Wilmer ist der neue Bischof von Münster. Der 65-Jährige hat im voll besetzten Sankt-Paulus-Dom in Münster sein neues Amt übernommen, wo er mit langem Applaus willkommen geheißen wurde. Damit hat Deutschlands mitgliederstärkstes katholisches Bistum nach rund 15 Monaten wieder einen Bischof an der Spitze. Wilmer ist zugleich seit Februar Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

An dem Gottesdienst im Dom nahmen zahlreiche Gäste aus Politik und Kirche teil, unter anderem Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst. Zu Beginn der Feier erinnerte der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki daran, dass Wilmer vom Papst in das Amt des Bischofs von Münster berufen worden ist. Nicht durch menschliches Kalkül, sondern durch den Heiligen Geist kämen die Menschen in dieser Stunde zusammen. Das Bistum Münster gehört zur Kölner Kirchenprovinz.

Im Anschluss wurde die päpstliche Ernennungsurkunde übergeben. Dann brachten Gläubige den Bischofsstab des Heiligen Luidger zum Altar - ein Brauch im Bistum Münster. Sie vertraten eine Gruppe von Laien, die erstmals im Bistum Münster an der Vorbereitung der Bischofswahl beteiligt war. Den Stab überreichte dann Wilmers Vorgänger, Bischof Felix Genn.

Bislang war Wilmer Bischof von Hildesheim. Sein Vorgänger in Münster, Bischof Genn (76), war im März 2025 altersbedingt zurückgetreten. Das Bistum Münster ist mit rund 1,6 Millionen Katholikinnen und Katholiken das mitgliederstärkste Bistum in Deutschland.