Papst fordert Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention
Schutzsuchende sind kein Randthema, macht der Papst deutlich. Leo XIV. drängt auf die Achtung der Genfer Flüchtlingskonvention. Seine Mahnung richtet sich an die Politik.
Vatikanstadt (KNA) Papst Leo XIV. drängt auf Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention. Die Vereinten Nationen hätten das Regelwerk vor 75 Jahren verabschiedet, "um Menschen zu schützen, die verfolgt werden und gezwungen sind, ihr Land, ihre Heimat und ihre Familie zu verlassen", erinnerte er auf dem Petersplatz.
"Ich hoffe, dass der Geist, der die Entwicklung dieses wichtigen internationalen Instruments inspirierte, auch heute noch das Gewissen der politisch Verantwortlichen der Nationen erleuchtet", so der Papst mit Blick auf den jüngst begangenen Weltflüchtlingstag. "Niemand darf diejenigen im Stich lassen, die Schutz und Sicherheit suchen." Er appelliere an alle, "Opfer von Verfolgung willkommenzuheißen, damit diese in Frieden und Würde leben und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können".
Bereits bei seinem Kurzbesuch am Samstag in Norditalien hatte er zum Einsatz für Migranten aufgerufen. Das Phänomen der Migration stelle heute eine sehr komplexe Herausforderung für die Kirche dar, sagte er in Sant'Angelo Lodigiano, Geburtsort der Schutzpatronin der Migranten. "Was könnte aktueller sein als ein missionarisches Charisma, das sich in den Dienst von Migranten stellt?", so der Papst mit Blick auf Francesca Cabrini (1850-1917), die sich um italienische Auswanderer in den USA kümmerte und 1909 auch die US-Bürgerschaft erhielt. 1946 wurde sie als erste US-Amerikanerin heiliggesprochen.
