Caritas: Rente muss KI-sicher gemacht werden
KI beeinflusst den Arbeitsmarkt und damit Erwerbsbiografien - darauf muss auch die Rente ausgerichtet werden. So sieht es die Caritas und stellt Forderungen vor den anstehenden Reformempfehlungen an die Regierung.
Berlin (KNA) Der Einfluss von Künstlicher Intelligenz auf künftige Job-Biografien muss nach Ansicht von Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa bei der Rentenreform bedacht werden. Die Rentenversicherung müsse zu einer einheitlichen Sozialversicherung aller Erwerbstätigen weiterentwickelt werden, sagte sie der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Und weiter: "Angesichts der absehbaren von KI getriebenen Plattenverschiebungen auf den Arbeitsmärkten hat eine vorausschauende Anpassung der Rente an volatile Erwerbsverläufe oberste Priorität."
Welskop-Deffaa erklärte vor der Vorstellung der Reformvorschläge der Rentenkommission in dieser Woche: "Wenn Erwerbstätige immer öfter zwischen Branchen und Berufen, abhängiger und selbstständiger Tätigkeit wechseln, birgt die Fragmentierung der Alterssicherung für den Einzelnen ebenso wie für das Sozialversicherungssystem unnötige Risiken." Es gelte, die Altersversicherung KI-resilient zu machen. Sonderregelungen für einzelne Berufe, Beschäftigungsformen und Branchen müssten abgeschafft werden.
Die Präsidentin des katholischen Sozialverbandes erneuerte zudem die Forderung, mit einer Anhebung der Regelaltersgrenze auch angemessene Ausgleichsregelungen für Menschen mit erhöhtem Erwerbsminderungsrisiko zu verbinden. Daten belegten, dass Beruf, Bildungsstand und Lebenseinkommen einen signifikanten Unterschied machten: "Wer wenig verdient, lebt im Schnitt kürzer und bezieht also kürzer Rente", sagte sie. Alterssicherung, die durch eine auskömmliche Erwerbsminderungsrente gestärkt werde, könne Altersarmut wirksam abwenden.
