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Ökonom: Rentenbeginn an Lebenserwartung anpassen

Die Rentenkommission übergibt am Dienstag ihre Vorschläge offiziell der Bundesregierung. Wirtschaftsforscher Jörg Althammer befürwortet einige der Ideen, mahnt aber auch, die Bezieher kleiner Renten nicht zu vergessen.

Der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Jörg Althammer spricht sich für eine dynamische Anpassung des Rentenbeginns an die Lebenserwartung aus. "Das wäre kein fundamentaler Bruch zu dem, was wir in der Vergangenheit hatten, wie die Erhöhung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre zeigt", sagte der Forscher von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

"Wenn die Lebenserwartung weiter steigt, was keinesfalls sicher ist, und die gewonnenen Lebensjahre gesunde Lebensjahre sein sollten, dann ist es erforderlich, dass auch die Regelaltersgrenze entsprechend angepasst wird", so Althammer.

Die Expertenkommission wird ihre Vorschläge für eine Rentenreform am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben. Medienberichten zufolge gehört dazu, das Renteneintrittsalter künftig an die durchschnittliche Lebenserwartung zu koppeln. Auch die sogenannte Rente mit 63 soll demnach abgeschafft werden.

Althammer spricht sich ebenfalls dafür aus, die "sehr großzügigen Regelungen zum abschlagsfreien vorgezogenen Ruhestand" abzuschaffen. Studien zeigten, dass Frührentner im Schnitt gesünder sind und ein höheres Einkommen haben, was gegen ein früheres Ausscheiden aus dem Beruf spreche. "Es geht hier also keineswegs nur um den oft bemühten Dachdecker."