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Meldung

Aus Sorge um krankes Huhn - Junge aus Äthiopien wird Tiktok-Star

Es atmet schwer, pickt keine Körner mehr und legt erst recht keine Eier - ein krankes Huhn in Äthiopien geht um die Welt. Weil sein verzweifelter junger Besitzer alles unternommen hat, um das Federvieh zu retten.

Glückliches Ende für ein krankes Huhn und einen besorgten Jungen in Äthiopien. Durch seinen aufopferungsvollen Einsatz für sein Tier, wurde der Zwölfjährige zum Social Media-Star.

Auf der Suche nach Medizin für die Henne brachte Markos Abbace sie in das örtliche Denbecha Primary Hospital in der Region Amhara im Zentrum des Landes. Behandlungsversuche zu Hause hätten nicht angeschlagen. Auch keuche das Huhn, sagte Markos Abaye laut einem Bericht der BBC vom Freitag.

Ein Krankenpfleger filmte das ungewöhnliche Patientenduo und lud den kurzen Clip auf der Plattform Tiktok hoch. Dort bewegt Markos' Sorge um sein Huhn Tausende Nutzer. Bis Freitagmittag erhielt das Video mehr als 770.000 Clicks.

Auch riet der Krankenpfleger, einen Veterinär aufzusuchen. Von Tierärzten hatte Markos laut Bericht noch nie etwas gehört. Sie sind auf dem afrikanischen Kontinent weit weniger verbreitet.

Die äthiopische Vereinigung der Veterinärmediziner hat eigenen Angaben zufolge etwa 2.000 Mitglieder; das Land zählt gut 135 Millionen Einwohner. Dabei sind gerade in ländlichen Regionen viele Menschen von Hühnern und ihren Eiern, aber auch Ziegen abhängig. Zum Vergleich: In Deutschland arbeiteten laut Landwirtschaftsministerium im Jahr 2024 rund 34.400 Personen im tierärztlichen Bereich.

Das Huhn hat sich den Informationen zufolge mittlerweile erholt. Markos sagte der BBC, er wolle ihm nun zwölf Eier zum Ausbrüten geben. Hilfe hat demnach auch ein lokales Geflügelunternehmen zugesagt. Es wolle Markos mit 100 Hühnern sowie einer Schulung beim Aufbau einer kleinen Geflügelzucht unterstützen.

Nach Aussagen seines Onkels, bei dem der Junge wohnt, kümmert sich Markos seit jeher liebevoll um Tiere. Zuvor hatte er bei seinen Großeltern gelebt. Doch als dort Kämpfe zwischen der äthiopischen Armee und lokalen Milizen ausbrachen, schickten sie ihn zu seinem Onkel und gaben ihm zum Abschied ein Huhn.