Digitalminister verteidigt KI-geschriebene Reden
Von KI formulierte Reden sind zuletzt bei mehreren Politikern aufgefallen. Der Digitalminister erklärt sich nun und bringt mögliche Leitlinien ins Spiel.
Paris/Berlin (KNA) Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) beim Verfassen seiner Reden verteidigt. Gedanken, Ideen, Inhalt und Struktur stammten immer vom Menschen, sagte der Minister in der RTL-Sendung "Nachtjournal Spezial" am Rande der Technologie-Messe Vivatech in Paris.
Es gebe einen schrittweisen Prozess. "Und am Ende, ganz wichtig, schaut immer der Mensch drüber und ist dafür auch verantwortlich. Und das gilt auch für mich", sagte Wildberger.
Der Minister schloss auch eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte nicht aus. Wichtig sei letztendlich, dass Quellen richtig angegeben würden und auch vertrauenswürdig seien. Zukünftig sei es auch möglich, dass die Bundesregierung Vorgaben für den Einsatz von KI mache. Ein Aufschlag für Leitlinien komme vielleicht aus seinem Ministerium, so Wildberger.
Anfang der Woche hatte bereits ein Sprecher des Digitalministeriums den KI-Einsatz beim Verfassen der Reden des Ministers verteidigt.
