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Meldung

UN-Bericht: Aktuelle Konflikte lassen Zahl der Hungernden steigen

Kämpfe im Sudan, Südsudan, Jemen und in Palästina geben UN-Organisationen Anlass zu größter Sorge, was die Ernährungssicherheit betrifft. Auch in Nigeria und Somalia nimmt Hunger teils katastrophale Ausmaße an.

Für Millionen Menschen in 13 Ländern wird sich die akute Ernährungsunsicherheit bis November voraussichtlich verschärfen. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht der Welternährungsorganisation FAO und des Welternährungsprogramms WFP hervor, der am Mittwoch in Rom veröffentlicht wurde.

Die kritischsten Lagen, sogenannte "Hunger Hotspots", identifizieren die beiden UN-Organisationen im Sudan, im Südsudan und im Jemen sowie in Palästina. Auch der Nordosten Nigerias und Somalia wurden unter die Regionen höchster Sorge aufgenommen. Die Einschätzung betrifft sowohl Schweregrad als auch Ausmaß des Hungers.

Bewaffnete Konflikte und Gewalt sind laut dem Bericht die Hauptursachen für Ernährungsunsicherheit und betreffen 12 der 13 Krisenherde. Wirtschaftliche Turbulenzen, mangelnde Finanzierung und Klima-Risiken erhöhen die Belastungen. Eine Verschlechterung der Ernährungslage erwarten die Fachleute wegen des Nahostkonflikts und des Ebola-Ausbruchs im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Beide Ereignisse könnten Lebensgrundlagen, Märkte und den Zugang zu humanitärer Hilfe weiter beeinträchtigen.

FAO und WFP zufolge leben rund 266 Millionen Menschen in den untersuchten Ländern unter akuter Ernährungsunsicherheit. Demgegenüber gingen die Mittel für Nahrungsmittelhilfe, landwirtschaftliche Nothilfe und Krisenmaßnahmen zwischen 2022 und 2025 um schätzungsweise 59 Prozent zurück - auf das Niveau von vor fast einem Jahrzehnt.

Als "Hotspots sehr hoher Besorgnis" nennt der Bericht Afghanistan, Kongo und Haiti. Weitere Krisenregionen hinsichtlich der Ernährungssicherheit sind Myanmar und Mali, der Libanon und Madagaskar.