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Große Mehrheit fordert Recht auf digitales Bezahlen

Auf dem Markt, beim Bäcker oder im Taxi: Hierzulande ist eine Kartenzahlung nicht überall möglich. Das stört offenbar eine zunehmende Zahl von Menschen - ohne dass sie grundsätzlich gegen Bargeld sind.

"Cash Only" - das nervt offenbar eine breite Mehrheit der Menschen in Deutschland. 84 Prozent sprechen sich in einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Digitalverbandes Bitkom dafür aus, dass Geschäfte mindestens eine elektronische Bezahlmöglichkeit haben müssen - neben Barzahlung. Im Vorjahr waren laut Angaben 70 Prozent dieser Ansicht. Der Wunsch ist demnach über alle Altersklassen hinweg ähnlich stark ausgeprägt: Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 86 Prozent, in der Altersgruppe ab 65 Jahren 83 Prozent.

Zu einem modernen Zahlungssystem gehöre die Wahlfreiheit, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "In vielen anderen Ländern ist das längst Standard." 78 Prozent der Befragten stört es demnach, wenn nur mit Bargeld bezahlt werden kann. Schon jetzt nutzen 82 Prozent nach eigenen Angaben seltener Bargeld als früher; 57 Prozent nutzen es nur noch aus Sorge, nicht digital bezahlen zu können. 72 Prozent erklären, dass ihnen ohne Bargeld nichts fehlen würde.

Umgekehrt bekunden zwei Drittel (66 Prozent) die Sorge, in Zukunft nicht mehr überall mit Bargeld zahlen zu können, selbst wenn sie dies möchten. Auch dies sehen Jung und Alt relativ ähnlich: Unter den 16- bis 29-Jährigen äußern 63 Prozent diese Sorge, in der Altersgruppe ab 65 Jahren 69 Prozent. - Laut Angaben wurden 1.004 Personen von Bitkom Research telefonisch und repräsentativ befragt.