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Rente sichern - früher arbeiten? - Wirtschaftsexperten dafür

Der Vorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe, will Schule und Studium verkürzen. Dadurch würden junge Leute früher arbeiten und ins Rentensystem einzahlen. Ein Wirtschafts- und Bildungsexperte sieht das ähnlich.

Für ein stabiles Rentensystem kann ein frühzeitiger Berufseinstieg nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft ein Baustein sein. Allerdings sei gesellschaftlich gerade eher das Gegenteil der Fall:

Dass einige Bundesländer die Schulzeit durch die Rücknahme von G8 auf G9 wieder verlängert hätten, habe "in den kommenden Jahren negative Auswirkungen auf die Fachkräftesicherung", sagte Bildungsexperte Axel Plünnecke auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Die Umstellung von G9 auf G8 hat durch doppelte Abiturientenjahrgänge sowie ein Absinken des Absolventenalters bei Hochschulabsolventen stark zur Fachkräftesicherung beigetragen."

Vor einigen Jahren wurde die Zeit bis zum Abitur in vielen Bundesländern um ein Jahr reduziert. Bei G8 legt man das Abitur nach 12 Schuljahren ab, bei G9 nach 13 Schuljahren. Kürzlich hat ein Großteil der Bundesländer - darunter Nordrhein-Westfalen, Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein - den Schritt zurück zum neunjährigen Abitur vollzogen.

Wichtig sei es zur Stabilisierung der Renten zudem, "ineffiziente Zeitverluste durch Wiederholungen, Schul- und Studienabbrüche zu vermeiden", erklärte Plünnecke weiter. "Neben einem damit verbundenen früheren Berufseinstieg sollte die Politik weiterhin Anreize für einen späteren Renteneintritt stärken."

Weiter empfahl er, Erwerbswünsche von Frauen durch bessere Betreuungsangebote zu realisieren und Rahmenbedingungen für qualifizierte Zuwanderung - etwa die Begleitung internationaler Studierender - zu verbessern. "Alle Maßnahmen zusammen können zur Stabilisierung der Sozialversicherungen beitragen", sagte der Volkswirt.

In der Debatte über eine Stabilisierung des Rentensystems hatte der Vorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe, für einen früheren Start junger Menschen ins Arbeitsleben plädiert. Dafür müssten etwa Schul- und Studienzeiten kürzer und schlanker gestaltet werden, sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". So könne man junge Menschen früher in Arbeit bringen und sie damit auch früher zu Einzahlern in die Sozialsysteme machen.