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Feierliche Messe in Teneriffa zum Ende der Papstreise

Sieben Tage hat Leo XIV. Spanien bereist, er besuchte Madrid, Katalonien und die Kanaren. Den Schlussgottesdienst feierte er in einem Hafen in Teneriffa. Dort predigte er über Gottes Liebe, Migranten und Touristen.

Mit einem großen Gottesdienst am Hafen von Santa Cruz de Teneriffa hat Leo XIV. seine siebentägige Spanienreise und den ersten Besuch eines Papstes auf den Kanaren abgeschlossen. In der heiligen Messe vor Hafen- und Meereskulisse sagte der Papst, die Kanarischen Inseln stünden wegen ihrer geografischen Lage vor besonderen Herausforderungen, denen sie sich stellen müssten.

Weil die Kanaren auf Migrationsrouten liegen, seien sie "ein Ort der Erstaufnahme für Brüder und Schwestern, deren Reise meist unsäglichen Gefahren und Gewalttaten ausgesetzt ist. Angesichts derer, die mit der Verzweiflung spekulieren, können wir als Christen den Herrn nachahmen, der sagt: Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken."

Die größte Gnade bestehe darin, von denen zu lernen, die als mittellose Migranten ankommen, fügte Leo XIV. hinzu. Sie hätten gelernt, unter widrigsten Umständen zu überleben und auf Gott zu vertrauen in der Gewissheit, dass niemand sonst sie ernst nehme. Der Papst fuhr fort: "Diejenigen unter uns, die keine solchen Grenzerfahrungen in ihrem Leben gemacht haben, können sicherlich viel aus jener Quelle der Weisheit schöpfen, die die Erfahrung der Armen darstellt."

Neben dem Thema Migration behandelte der Papst auch den Tourismus, der für die Kanarischen Inseln eine wichtige Einnahmequelle ist. Er richtete Fragen an jene, die ihren Urlaub auf den Kanaren verbringen, und an alle, die auf der Insel leben und arbeiten und dabei mit Besuchern aus vielen Ländern in Kontakt kommen. "Wonach sucht das menschliche Herz? Wie kann man seinen Durst wahrhaftig stillen? Wie wichtig ist es gerade für den, der sich am Evangelium orientieren will, nicht alles auf Geschäft und Gewinn zu reduzieren."

Ausdrücklich dankte er den Inselbewohnern dafür, dass "ihr diese Insel zu einem Ort macht, an dem man das Herz Christi im freundschaftlichen und gastfreundlichen Antlitz brüderlicher Menschen und Gemeinschaften finden kann". Dann ermahnte er sie: "Schenkt den Heranwachsenden und jungen Menschen, den Reichen und den Armen, den Einheimischen und den Gästen eure Aufmerksamkeit."

Der Gottesdienst, an dem mehrere Tausend Menschen teilnahmen, war die letzte große Feier im Rahmen der siebentägigen Papstreise durch Spanien. In ihrem Verlauf hatte Leo XIV. Madrid, Katalonien und die Kanaren besucht. Mehr als zwei Millionen Menschen hatten an den von ihm gefeierten Gottesdiensten teilgenommen. Am Freitagabend wurde der Papst in Rom zurückerwartet.