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Meldung

Amnesty wirft Israel ethnische Säuberung vor

Israel vertreibt Beduinen aus den besetzten Gebieten. Dahinter stehe gezielte staatliche Politik, urteilt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in ihrem Bericht "Auslöschung alles Palästinensischen".

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft Israel eine Kampagne ethnischer Säuberung gegen palästinensische Beduinen vor. Es handle sich nicht um Taten einzelner Extremisten, sondern um organisierte staatliche Politik, schreibt die Organisation in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Sie fordert massive internationale Maßnahmen und ein Ende der Besatzung.

Zwischen Januar 2023 und Dezember 2025 begangene israelische Verstöße erfüllten den Tatbestand von Kriegsverbrechen der rechtswidrigen Deportation und Vertreibung sowie von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, heißt es in dem Bericht mit dem Titel "Auslöschung alles Palästinensischen". Dafür gebe es Beweise. Amnesty prangert staatliche Maßnahmen zur Vertreibung und Enteignung von Palästinensern ebenso an wie Siedlerüberfälle.

Nur wenige Staaten reagierten laut der Organisation mit Maßnahmen. Die Siedlergewalt werde fälschlicherweise als Ausnahmeerscheinung bei einer Minderheit dargestellt. Dagegen müssten Drittstaaten alles unterbinden, was zur Aufrechterhaltung der israelischen Besatzung beitrage. Dazu gehörten auch Sanktionen gegen israelische Politiker, die sich direkt an der "ethnischen Säuberungskampagne" beteiligten, unter ihnen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.