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Studie: Katzen im Haus machen Asthma bei Kindern nicht schlimmer

Für viele Familien mit kleinen Asthma-Patienten sind Katzen in den eigenen vier Wänden tabu. Eine schwedische Studie gibt Entwarnung.

Das Zusammenleben mit Katzen scheint Asthma bei Kindern nicht zu verschlimmern. Zu dem Ergebnis kommt eine landesweite Studie in Schweden, die am Mittwoch in der Fachzeitschrift "Frontiers in Allergy" veröffentlicht wurde. Demnach wiesen in einer zweijährigen Untersuchung an Asthma leidende Kinder, die mit einer Katze zusammenlebten, ähnliche Werte hinsichtlich Schwere und Verlauf der Erkrankung auf wie Kinder ohne Katzen. Auch die Zahl der Katzen sowie deren Geschlecht oder Alter spielten eine Rolle.

In der landesweiten Studie wurden rund 30.300 Kinder untersucht, die zwischen vier und 17 Jahre alt waren und bei denen Asthma diagnostiziert wurde. Rund 2.860 lebten mit einer oder mehreren Katzen zusammen. Die Ergebnisse zeigten, dass kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Kontakt mit Hauskatzen und dem Asthmaverlauf bestand.

Beispielsweise trat eine mittelschwere bis schwere Form der Krankheit bei 9,6 Prozent der Kinder mit Katzenkontakt und bei 10,1 Prozent der Kinder ohne Katzen auf. Erkrankungsschübe wurden bei 3,3 Prozent der Kinder mit Katzen verzeichnet und bei 3,5 Prozent der Kinder ohne Katzen.

Als mögliche Erklärung geben die Forscher an, dass Katzenallergene ohnehin sehr verbreitet sind, auch außerhalb des eigenen Heims. Kinder, die zu Hause keine Katzen haben, können demnach in der Schule oder öffentlichen Verkehrsmitteln den gleichen Allergenen ausgesetzt sein.

Asthma ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern und einer der Hauptgründe für Krankenhausaufenthalte. Das Global Asthma Network schätzt, dass weltweit 9,1 Prozent aller Kinder an Asthma leiden. Zu Risikofaktoren zählen Luftverschmutzung und Tabakrauch, Virusinfektionen im Kindesalter, Übergewicht und bereits bestehende Allergien. Viele Patienten sind auch überzeugt, dass der Kontakt mit Tierhaaren Asthmaanfälle auslöse.