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Erfurt, Augsburg und Düsseldorf sind die glücklichsten Großstädte

Aus einer Befragung der Bundesbürger leitet der SKL-Glücksatlas ein Städteranking ab. Erstmals steht eine ostdeutsche Stadt ganz oben. Und der Vorjahressieger fällt zurück.

Die Menschen in Erfurt, Augsburg und Düsseldorf sind laut einer Befragung am glücklichsten - dagegen landen Frankfurt, Wiesbaden und Rostock am Ende des Vergleichs der Lebenszufriedenheit in 40 deutschen Großstädten mit mehr als 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Auf einer Skala von 0 für sehr unzufrieden bis 10 für völlig glücklich landen die Erfurter mit 7,74 auf Position eins, heißt es in dem am Dienstag in München und Freiburg veröffentlichten Städteranking des SKL-Glücksatlas. Im Mittelfeld mit Werten um die 7,1 Punkte finden sich Städte wie Chemnitz, Lübeck, Köln und Stuttgart. Die schlechtesten Werte von 6,5 und 5,8 gab es in Wiesbaden und Rostock. Der Vorjahres-Sieger im Städteranking Kassel fiel auf Platz 13.

Grundlage des Rankings ist allerdings nur eine einzige Frage, die im Auftrag der SKL-Lotterie von Interviewern des Instituts für Demoskopie Allensbach gestellt wurde. Sie lautete: "Wenn Sie einmal alles in allem nehmen, wie zufrieden sind Sie insgesamt zurzeit mit Ihrem Leben?"

So wurden zwischen Januar 2023 und April 2026 rund 23.000 Bürger befragt. Aus diesen subjektiven Angaben zur eigenen Lebenszufriedenheit entsteht dann das Städte-Ranking. Direkt nach der Zufriedenheit mit der Heimatstadt wurde nicht gefragt.

Laut der Befragung steigt die Gesamt-Zufriedenheit in den Großstädten derzeit ganz leicht an. Grund ist, dass sich weniger Befragte als sehr unzufrieden mit ihrem Leben bezeichnen, indem sie auf der Zufriedenheitsskala nur die unteren vier Stufen 0, 1, 2, 3 oder 4 wählen. Gleichzeitig sank im Vorjahresvergleich der Anteil der besonders Zufriedenen (mit den Werten 8, 9 oder 10) leicht von 45,3 auf 45,2 Prozent. Die Menschen werden also offenbar nicht wunschlos glücklich, sondern weniger unglücklich.

Als mögliche städtische Indikatoren für Lebenszufriedenheit der Großstadtbewohner nennen die Autoren der Befragungsauswertung beispielsweise bezahlbare Mieten, hohe Umweltqualität, eine junge Bevölkerung und ein gutes Gesundheitswesen. Allerdings korrelieren diese Rahmendaten nicht zwangsläufig mit den Selbstauskünften zur Zufriedenheit der Stadtbewohner. So landen Städte wie Bielefeld oder Freiburg, denen die Autoren objektiv gute Lebensbedingungen zusprechen, nach der persönlichen Selbstauskunft nur auf unteren Plätzen.

Ein Faktor für Unzufriedenheit kann laut den Autoren auch eine zu große Ungleichheit bei den Einkommen und Vermögen sein. Als Beispiele werden hier Frankfurt, München, Stuttgart und Wiesbaden genannt.