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Geiger David Garrett: Outdoor-Konzerte sind unglaublich inspirierend

Konzertsäle kennt David Garrett zur Genüge. Deshalb ist es für den Stargeiger etwas Schönes, mal im Freien vor Publikum spielen zu können. Dafür hat er sich für seine aktuelle Tournee schöne Plätze heraussuchen lassen.

 David Garrett (45), Stargeiger, liebt nach eigenen Worten Outdoor-Konzerte. Es sei unglaublich inspirierend, mal außerhalb dieser schwarzen Box spielen zu dürfen und zu sehen, "was um mich herum passiert", sagte Garrett dem "Münchner Merkur". Denn in einer Halle habe man meist nur ein Meer von Handys vor sich. Zudem seien die Scheinwerfer auf einen gerichtet.

Ein Open Air bringe immer eine zusätzliche Spontanität, weil man nicht alles kontrollieren könne, erklärte der Musiker. "Ich bin grundsätzlich Perfektionist. Aber es gibt eben auch Situationen, in denen ich sage: Jetzt ist mir die Energie des Moments wichtiger als reine Perfektion." Die Basis bleibe aber immer die Musik.

Ein gut zusammengestelltes Programm müsse im Stadion genauso funktionieren wie unplugged bei ihm zu Hause im Wohnzimmer, so Garrett. Es müsse einen roten Faden haben und die Menschen emotional abholen, sonst helfe auch die aufwendigste Lichtshow nicht. Opener sei bei seinen Konzerten immer "Seven Nation Army", "Wake me up" komme dann stets als letzter Eisbrecher, bei dem alle aufstünden und feierten: "Egal ob in China, Argentinien oder in Schweden."

Garrett ist in den kommenden Monaten mit seiner "Millennium Symphony"- Open-Air-Tour in Deutschland unterwegs und spielt Konzerte unter anderem am Münchner Königsplatz, in Barock- und Schlossgärten sowie auf Seebühnen. Das Programm reicht von Pop bis Klassik.