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Größter Hindu-Tempel Deutschlands öffnet in Berlin

Am Sonntag kommt die Wachablösung: Mit der Weihe eines neuen Hindu-Tempels steht Deutschlands größtes Gebetshaus dieser Art nun in Berlin. Der Bau hat zwei Jahrzehnte gedauert.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten Bauzeit wird an diesem Sonntag ein neuer Hindu-Tempel in Berlin geweiht. Mit seinem fast 18 Meter hohen Turm ist das Gebetshaus im Berliner Bezirk Neukölln nun der größte hinduistische Tempel Deutschlands. Bisher konnte diesen Titel der Tempel der hinduistischen Gemeinde in Hamm in Nordrhein-Westfalen für sich beanspruchen.

Die ersten Planungen für das neue Gebetshaus, das etwa 850 Quadratmeter misst, gab es laut Trägerverein bereits 2005. Doch aufgrund von Problemen mit Genehmigungen habe sich der Baustart auf 2010 verschoben. Anschließend habe sich das Projekt unter anderem durch Lieferschwierigkeiten weiter verzögert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. Finanziert worden sei der Tempel durch Spenden und ehrenamtliches Engagement.

Bei der feierlichen Weihe am Sonntag soll ein Priester mit Hilfe eines Krans Wasser über die Turmspitze gießen. Das Wasser komme dabei sowohl aus dem indischen Fluss Ganges als auch aus der Berliner Spree. Das solle den Sri-Ganesha-Hindu-Tempel, wie er vollständig heißt, von oben reinigen.

Der Tempel ist in Berlin der zweite größere seiner Art für Hindus. 2013 öffnete in Berlin-Britz der Sri-Mayurapathy-Murugan-Tempel. Nach Schätzungen des Trägervereins des neuen Tempels leben in Berlin derzeit bis zu 48.000 Hindus, in ganz Deutschland seien es etwa 120.000.