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Initiative: Jährlich verlieren Tausende Kinder Kontakt zu Großeltern

Wenn Mama und Papa sich trennen, leiden oft die Kinder - und die Großeltern. Gar nicht so selten verlieren sie den Kontakt zu ihren Enkeln. Eine Initiative will helfen.

Jedes Jahr verlieren laut einer Experten-Schätzung Tausende Kinder in Deutschland den Kontakt zu ihren Großeltern. Oft ist der Grund eine Trennung zwischen Mutter und Vater, wie die Vorsitzende der Bundesinitiative Großeltern (BIGE), Annemie Wittgen, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Euskirchen sagte. In der Folge werde auch der Kontakt zu den Großeltern abgebrochen. Genauso häufig gebe es jedoch andere Gründe.

Laut Erziehungswissenschaftlerin Charlotte Biegel können alte Konflikte aufbrechen, wenn Eltern ihre eigenen Eltern wegen der Kinder wieder häufiger sähen. Auch zu große Strenge oder übermäßiges Verwöhnen führe zu Abbrüchen, falls Großeltern sich dauerhaft über das Erziehungsvorrecht der Eltern hinwegsetzten.

Bei Trennungen gebe es Ängste, die Kinder könnten von der "Gegenseite" manipuliert werden. Auch werde über Abbrüche Macht ausgeübt. "Bei allem leiden die Kinder", betonte Biegel.

"Seine Handlungen reflektieren, die Haltung der Eltern respektieren und es immer wieder versuchen - dazu ermutigen wir die Betroffenen", sagte BIGE-Vorsitzende Wittgen. "Es gibt auch Großeltern, die so ihr Verhältnis mit den Eltern der Kinder neu gestalten. Das gelingt aber lange nicht immer." Zugleich kämpft die Initiative dafür, das Umgangsrecht der Großeltern zu stärken.