Senta Berger erhält Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin
Es war ihre allererste Nominierung für den Deutschen Filmpreis. Senta Berger wurde gleich als beste Hauptdarstellerin geehrt. Ein anderer Film räumte dann bei den Lolas ab.
Berlin (KNA) Schauspielerin Senta Berger (85) ist für ihre Rolle in der Buchverfilmung "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke" mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet worden. Bergers Filmpartner Michael Wittenborn wurde am Freitagabend in Berlin als bester Nebendarsteller geehrt.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Joachim Meyerhoff. Er beschreibt den Beginn der Schauspielkarriere des jungen Joachim, der zwischen intensiver Schauspielausbildung und den skurrilen, oft alkoholgeprägten Alltagsritualen seiner Großeltern seinen Platz im Leben sucht. Regie führte Simon Verhoeven, der Sohn von Senta Berger.
Als bester Hauptdarsteller wurde August Diehl für seine Leistung in "Das Verschwinden des Josef Mengele" ausgezeichnet. Regisseur Wim Wenders ("Perfect Days", "Paris, Texas") erhielt für seine Verdienste um den deutschen Film den Ehrenpreis.
Das Drama "In die Sonne schauen" von Mascha Schilinski war der Abräumer des Filmpreises und gewann gleich zehn Auszeichnungen, darunter die Goldene Lola für den besten Spielfilm. Der Film erhielt auch die Preise in den Kategorien Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Kamera und Bester Schnitt. Das Werk erzählt von mehreren Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten auf einem Bauernhof leben.
Der Politthriller "Gelbe Briefe" von İlker Çatak erhielt die Lola in Silber. Im Mittelpunkt steht ein Künstlerpaar, das politischen Repressionen ausgesetzt ist. Die Lola in Bronze ging an "Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke".
Zum besten Dokumentarfilm wurde "Siri Hustvedt - Dance Around the Self" gekürt. Die Lola für den besten Kinderfilm ging an "Zirkuskind". Als besucherstärkster Film wurde "Das Kanu des Manitu" von Michael "Bully" Herbig ausgezeichnet. Beim Deutschen Filmpreis stimmen die über 2.300 Mitglieder der Deutschen Filmakademie über die Nominierungen in 17 Kategorien ab.
