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Studie: Zugang zum Arzt für Geflüchtete am Anfang schwierig

Das deutsche Gesundheitssystem ist komplex, für Geflüchtete nochmals mehr. Daher sind die Hürden gerade am Anfang offenbar groß.

Die deutsche Gesundheitsversorgung ist für Geflüchtete in der Anfangszeit schwer zugänglich - zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Basis sind Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Die größten Hürden für Geflüchtete seien lange Wartezeiten, große Entfernungen und finanzielle Belastungen.

Etwa ein Viertel der Geflüchteten berichtet demnach von einer verzögerten Behandlung durch lange Wartezeiten, bei Ukrainern jeder Vierte. Jeder fünfte kürzlich angekommene Geflüchtete verzichtete aufgrund der Kosten auf eine Behandlung. Und für jeden Zehnten sind lange Fahrtwege ein Problem, wie es weiter hieß.

"Gerade in den ersten Jahren nach der Ankunft brauchen Geflüchtete häufig medizinische Versorgung. Wird diese verzögert, verschlechtert das ihre Gesundheit und führt langfristig zu höheren Kosten im Gesundheitssystem", sagte Studienautorin Louise Biddle.

Neben strukturellen Barrieren bestehen demnach große Probleme bei der Orientierung im Gesundheitssystem. Rund ein Drittel der Geflüchteten gibt an, sich schwer zu tun, passende medizinische Hilfe zu finden. Auch zentrale Informationen seien oft schwer verständlich, etwa zu medizinischen Notfällen oder Behandlungen.