Wasserwacht des Roten Kreuzes warnt vor "Sorglos-Mentalität"
Das schöne Wetter lockt Menschen wieder an Badeseen, den Strand, an die Flüsse oder in die Freibäder. Experten sehen mit Sorge, wie leichtsinnig manch einer ins kühle Nass springt.
Berlin (KNA) Nach mehreren tödlichen Unfällen am Pfingstwochenende warnt die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes vor einer "Sorglos-Mentalität" beim Baden. "Wir freuen uns, wenn Menschen das Wasser genießen, aber viele Menschen schätzen ihre Schwimmfähigkeit falsch ein. Sie vertrauen im Notfall darauf, dass Hilfe problemlos möglich ist", sagte der Bundesleiter der Wasserwacht, Andreas Paatz, am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).
"Viele haben Bilder von Ertrinkenden vor Augen, die nach Luft schnappend auf- und niedertauchen, mit den Armen rudern und um Hilfe rufen", so Paatz. Tatsächlich jedoch liefen Badeunfälle oft vergleichsweise lautlos ab und blieben deswegen zunächst unbemerkt. Umso wichtiger sei es daher, nur an beaufsichtigten Badestellen ins Wasser zu gehen und dem eigenen Körper nicht zu viel zuzumuten.
Bei sommerlichem Wetter ertranken am Wochenende Medienberichten zufolge sechs Menschen in Seen, Flüssen und Freibädern. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes hat rund 155.000 ehrenamtliche Mitglieder. Davon sind um die 100.000 aktiv, unter anderem auch in der Schwimmausbildung, in der Wasserrettung oder im Natur-, Umwelt- und Gewässerschutz.
