Umfrage: Eltern müssen Kindern bei Handynutzung ein Vorbild sein
Die Social-Media-Debatte dreht sich zumeist um junge Menschen. Doch sieht die Gesellschaft die Elterngeneration ebenso in der Pflicht.
Wiesbaden (KNA) Wenn es um die Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen geht, sieht eine riesige Mehrheit in Deutschland die Eltern als Vorbilder in der Pflicht. Das geht aus einer Studie hervor, die das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung am Dienstag in Wiesbaden veröffentlichte.
Demnach bejahten 93 Prozent der Befragten die Aussage, dass Eltern in Gegenwart ihrer Kinder weniger Zeit am Smartphone verbringen sollten. Diese Einstellung sei über alle Bildungs- und Altersgruppen hinweg verbreitet und finde unter Eltern eine ebenso hohe Zustimmung.
73 Prozent sprachen sich laut Mitteilung dafür aus, dass Erwachsene ihre Smartphone-Nutzung in der Freizeit stärker begrenzen sollten. Besonders ausgeprägt ist diese Ansicht bei Menschen mit Abitur (83 Prozent) sowie bei den über 50-Jährigen (81 Prozent). 83 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren generell weniger Zeit am Smartphone verbringen sollten.
Im Februar hatte das Institut deutschlandweit 415 Erwachsene befragen lassen. "Die Befunde lassen sich als Wunsch der Bevölkerung nach weniger Smartphone-Zeit interpretieren – und zwar gleichermaßen für Kinder, Erwachsene im Allgemeinen und Eltern im Speziellen", erläuterte die Direktorin des Bundesinstituts, Katharina Spieß.
