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Meldung

Studie: KI kann Genauigkeit von Diagnosen verbessern

Eine neue Untersuchung zeigt: Künstliche Intelligenz kann Ärzten dabei helfen, genauere Diagnosen zu erstellen. Dafür gibt es allerdings eine Voraussetzung.

Künstliche Intelligenz (KI) kann unter Umständen dabei helfen, die Genauigkeit medizinischer Diagnosen zu verbessern: Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universitäten München und Bayreuth sowie des Karlsruher Instituts für Technologie. Voraussetzung dafür sei, dass die KI schrittweise Erklärungen zu den Befunden liefert und nicht einfach nur Aussagen trifft, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung.

Für die Studie untersuchten demnach 101 Radiologen reale Fälle mit radiologischen Bildern wie CT oder MRT und sollten eine Diagnose als Text formulieren. Dabei gab es vier Gruppen, von denen eine ohne Hilfe von KI arbeitete, die anderen mit unterschiedlichen Arten der Unterstützung: In einer Gruppe gab die KI nur eine Diagnose, in einer anderen eine Differenzialdiagnose. In der letzten Gruppe sollte die KI eine schrittweise Erklärung liefern und dabei Bildmerkmale, klinische Hinweise und Ausschlusskriterien nachvollziehbar erläutern.

Die letzte Gruppe erzielte dabei laut Angaben die höchste Genauigkeit bei den Diagnosen. Die Trefferquote habe um 12,2 Prozentpunkte über der Kontrollgruppe gelegen, die keine KI verwendete. Da die KI auch Fehler machen könne, hätten die schrittweisen Erklärungen geholfen, die Diagnosen und deren Begründung kritisch zu prüfen. Die Radiologen hätten die KI-Empfehlungen so mit ihrem Fachwissen leichter abgleichen können.