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Meldung

Luisa Neubauer sieht Engagement fürs Klima nicht auf dem Rückzug

Ist die Klimabewegung müde geworden? Luisa Neubauer sagt: Nein, sie ist nur woanders sichtbar. Der Bundesregierung macht sie schwere Vorwürfe.

Klimaaktivistin Luisa Neubauer weist den Eindruck zurück, das Engagement für den Klimaschutz nehme ab. Vielmehr habe sich die Form des Einsatzes verändert, sagte Neubauer der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Vor sieben Jahren war für viele der gefühlt einzige Weg, sich einzusetzen, mit Fridays for Future auf die Straße zu gehen." Heute gebe es viel mehr Möglichkeiten. "Es arbeiten viele Menschen beruflich an Klimathemen - im Nachhaltigkeitsmanagement, in der Industrie, in Bildung, Pflege, Kunst oder Kultur."

Zugleich kritisierte Neubauer die politische Debatte über Klimaschutz. Energiekrise, hohe Preise und Abhängigkeiten von fossilen Importen hingen eng mit dem Klimathema zusammen. Der Bundesregierung warf sie vor, die Energiewende zu blockieren und die Zusammenhänge zu verschleiern. "Die Bundesregierung spricht kaum noch über Klima, blockiert und wickelt die Energiewende teilweise zurück."

Mit Blick auf die Kirchen lobte Neubauer deren kontinuierliches Engagement. Im Vergleich zur Bundesregierung könne man sich "auf die Kirchen in Sachen Klima derzeit fast mehr verlassen". Zwar könnten auch die Kirchen noch mehr tun, etwa bei der Umrüstung von Gebäuden oder der nachhaltigen Geldanlage. Positiv sei jedoch, dass katholische und evangelische Kirche Klimaschutz langfristig institutionell verankert hätten.