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Studie: Alkohol verliert in Deutschland an Selbstverständlichkeit

Wandelt sich der Konsum von Alkohol derzeit grundlegend? Eine Studie deutet darauf hin. Demnach trinken die Menschen in Deutschland deutlich weniger Alkohol - und das betrifft alle Generationen.

Der Umgang mit Alkohol wird offenbar bewusster und kritischer: Gut zwei Drittel der Menschen in Deutschland trinken überhaupt alkoholische Getränke, wie eine am Montag veröffentlichte Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts YouGov zeigt. 2015 gaben dies 78 Prozent an, heute sind es noch 68 Prozent.

Die Gründe für diesen Wandel sind vielfältig, wie es weiter heißt: "Neben gesundheitlichen Überlegungen spielen vor allem Aspekte wie der Wunsch nach mehr Kontrolle, bewusste Lebensgestaltung und veränderte Alltagsrealitäten eine entscheidende Rolle." Insbesondere jüngere Zielgruppen trieben diese Entwicklung voran. Das Konsumverhalten werde komplexer - abhängig von Anlass, Situation und persönlicher Einstellung.

"Trinkgewohnheiten verändern sich generationenübergreifend - nicht nur in der Menge, sondern vor allem in der Bedeutung, die Konsumenten Alkohol heute beimessen", sagte Isabel Göpel, Senior Research Executive bei YouGov. Zudem werde der Umgang mit alkoholhaltigen und alkoholfreien Angeboten flexibler: Viele Menschen wünschten sich vor allem Genussmomente.