Justizministerin Hubig möchte Mitmutterschaft ermöglichen
Derzeit müssen lesbische Paare ein Adoptionsverfahren durchlaufen, bevor beide Frauen rechtlich Eltern desselben Kindes sind. Das möchte die Justizministerin ändern.
Berlin (KNA) Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) möchte lesbischen Paaren eine sogenannte Mitmutterschaft ermöglichen. "Ich halte einen solchen Schritt für richtig - gerade mit Blick auf das Kindeswohl", erklärte Hubig in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Ein Kind sollte von Geburt an zwei rechtliche Eltern haben können - auch dann, wenn es in eine Partnerschaft von zwei Frauen geboren wird."
Derzeit müssen lesbische Paare in Deutschland ein Adoptionsverfahren durchlaufen, bevor beide Frauen rechtlich Eltern desselben Kindes sind. Hubig betonte, der Umweg über das Adoptionsverfahren sei zeitaufwendig und mühsam. Eine Reform des Abstammungsrechts sei nicht im Alleingang möglich. Sie werbe daher für eine Verständigung innerhalb der Bundesregierung.
