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Katholikentag in Würzburg hat Arbeit aufgenommen

Der 104. Deutsche Katholikentag läuft. Schauplatz des Glaubenstreffens ist Würzburg. Auch Prominente kommen dieser Tage nach Unterfranken.

In Würzburg hat der 104. Deutsche Katholikentag seine Arbeit aufgenommen. Beim Eröffnungsgottesdienst zum Fest Christi Himmelfahrt warnte der Würzburger Bischof Franz Jung davor, Religion für politische Zwecke zu missbrauchen. Mit dem Motto "Hab Mut, steh auf!" wage das Katholikentreffen "den Widerspruch gegen alle Machthaber dieser Welt, die sich in Allmachtsfantasien ergehen und diese auch noch religiös verbrämen". Gottes Reich gründe weder auf Gewalt noch auf Unterdrückung oder Einschüchterung.

Zum Katholikentag werden bis Sonntag rund 60.000 Gäste erwartet, darunter rund 30.000 Dauerteilnehmer. Rund 900 Veranstaltungen sind geplant. Am Eröffnungsgottesdienst und dem inhaltlichen Programm beteiligten sich am Donnerstag auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender.

Der Bundespräsident sagte, Staat und Kirche in Deutschland seien aufeinander angewiesen. "Das eine geht nicht ohne das andere", betonte er bei einer Veranstaltung zum Ehrenamt in Kirche und Gesellschaft. "Demokratie geht nicht ohne gesellschaftlichen Zusammenhalt", erläuterte er. Dieser Zusammenhalt könne nicht befohlen werden, sondern lebe vom Ehrenamt. Er selbst habe in seiner Kindheit und Jugend sehr davon profitiert, dass sich Menschen etwa im Fußballverein engagierten. Wer einmal die Erfahrung mache, ehrenamtlich etwas bewegen und verändern zu können, der werde dadurch motiviert.