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Meldung

Hilfsorganisation: 72 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet

Ein Kind, ein Baby, eine Schwangere: Die Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye hat nach eigenen Angaben erneut Migranten aus Seenot in Sicherheit gebracht. Demnach gab es dabei einen kritischen Moment.

Die Hilfsorganisation Sea-Eye hat nach eigenen Angaben bei zwei Einsätzen im zentralen Mittelmeer 72 Menschen aus prekärer Lage geholt. Das teilte Sea-Eye in Regensburg mit.

Demnach rettete die Besatzung der "Sea-Eye 5" zunächst am Samstag mit dem von einer argentinischen Nichtregierungsorganisation betriebenen Rettungsschiff "Solidaire" 27 Menschen aus einem seeuntüchtigen Schlauchboot.

Am Sonntag dann wurde ein manövrierunfähiges Schlauchboot innerhalb der libyschen Such- und Rettungsregion gemeldet, wie es weiter hieß. Die "Sea-Eye 5" habe zusammen mit dem Aufklärungsflugzeug "Seabird 2" der Hilfsorganisation Sea-Watch ein überfülltes und manövrierunfähiges Schlauchboot lokalisiert. "An Bord befanden sich 45 Menschen, darunter eine schwangere Frau, ein Kind sowie ein Baby."

Die italienischen Behörden wiesen laut Mitteilung Catania als sicheren Hafen zu. Bei der Schwangeren habe sich der Gesundheitszustand während der Fahrt jedoch als so kritisch dargestellt, dass die Crew eine medizinische Evakuierung angefordert habe. Die Schwangere sei daraufhin mit einem Helikopter in ein Krankenhaus nach Malta gebracht worden.

Die übrigen Flüchtlinge seien am Dienstagnachmittag in Catania an Land gegangen. Die Menschen seien stark geschwächt gewesen, hieß es. Einige trügen Spuren von Gewalt und Folter.