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100 Jahre Marilyn Monroe - Experte sieht in der Ikone ein Vorbild

Das Bild von der attraktiven Blondine oder dem lustigen Püppchen greift zu kurz: Marilyn Monroe war auch eine Geschäftsfrau - und sozial engagiert. Ein Autor erklärt, wie sie gerade das zum Vorbild macht.

Filmstar, Sängerin - und Unternehmerin: Der Medienwissenschaftler Hektor Haarkötter sieht in Marilyn Monroe auch ein Vorbild für junge Frauen von heute. Mit den großen Filmstudios habe sich Monroe regelrechte "Kleinkriege" geliefert und schließlich ihre eigene Produktionsfirma gegründet, sagte Haarkötter der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Am 1. Juni jährt sich der Geburtstag der Filmdiva zum 100. Mal.

Diese Form von Selbstermächtigung sei damals nicht vorgesehen gewesen, erklärte der Autor des Buchs "Marilyn Monroe liegt auf der Couch und spricht über Sex", das am Mittwoch erscheint. Bis heute sei es indes sinnvoll, aus den eigenen Talenten auch wirtschaftlich etwas zu machen.

Wenig bekannt sei das politische Engagement Monroes in der Bürgerrechtsbewegung sowie an der Seite ihres dritten Ehemannes, des Schriftstellers Arthur Miller. "In der McCarthy-Ära wurden politisch eher links stehende Personen brutal verfolgt, bis hin zum Berufsverbot", sagte Haarkötter. Monroe sei ihre eigene Karriere wichtig gewesen, zugleich habe sie sich für Schwächere engagiert. Diese Seite ihrer Persönlichkeit habe allerdings kaum zu ihrer öffentlichen Wahrnehmung gepasst.