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Punkrockband Feine Sahne Fischfilet bei Holocaust-Überlebendem

Mit ihrem Song gegen Neonazis "Grüße ins Neandertal" überraschte die Band Feine Sahne Fischfilet bei der Geburtstagsfeier des Holocaust-Überlebenden Andrei Moiseenko. Frontsänger Jan Gorkow zeigte sich sehr bewegt.

Jan Gorkow (38), Frontmann der Punkrock-Band Feine Sahne Fischfilet, bleibt ein Zusammentreffen mit einem besonderen Fan im Gedächtnis. Bei der öffentlichen Feier zum 100. Geburtstag des Holocaust-Überlebenden Andrei Moiseenko in Weimar bestritt die Punkrock-Band Feine Sahne Fischfilet am 1. Mai einen Gastauftritt. "Es ist ein Moment, von dem ich dachte, dass ich ihn niemals erleben darf", sagte Gorkow am Rande der Feier der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Ich war mir zuvor etwas unsicher, ob das zum Rahmen passt, aber das tat es. Er ist einfach Punkrock."

Die Band sei extra für die Feier aus Vorpommern ins Deutsche Nationaltheater im thüringischen Weimar angereist. "Es ist eine riesengroße Ehre, für so etwas angefragt zu werden. Dafür fahre ich gerne nach Weimar und am Abend wieder zurück." Für Moiseenko, der bekennender Punkrock-Fan ist, spielte die Gruppe unter anderem "Grüße ins Neandertal", einen Song gegen Neonazis.

Für Gorkow ist der persönliche Kontakt mit Zeitzeugen das Entscheidende. Es sei etwas völlig anderes, ob man eine Doku sehe oder ein Lehrbuch lese - oder ob man mit Menschen persönlich spreche. "Wenn da einfach so ein geiler Macker sitzt mit 100 Jahren und über diese Phase seines Lebens erzählt - mit mir macht das was."