Ex-Formel-1-Pilot und Paralympics-Star Zanardi gestorben
Zahlreiche Schicksalsschläge hat er wie kein Zweiter überwunden. Auch der Papst zollte ihm Respekt. Nun gab seine Familie bekannt: Alessandro Zanardi ist tot.
Rom (KNA) Italien und die gesamte Sportwelt trauern um den früheren Formel-1-Piloten und Paralympics-Star Alessandro Zanardi. Wie seine Familie mitteilte, starb er am 1. Mai im Alter von 59 Jahren. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni würdigte ihn am Samstag als "einen großen Champion und einen außergewöhnlichen Mann, der jede Prüfung des Lebens in eine Lektion über Mut, Stärke und Würde verwandeln konnte".
Mit seinen sportlichen Erfolgen und seiner Menschlichkeit habe er Italien weit mehr als einen Sieg geschenkt: "Er hat uns Hoffnung, Stolz und die Kraft gegeben, niemals aufzugeben", so die Regierungschefin.
2001 hatte Zanardi bei einem Autorennen auf dem Lausitzring beide Beine verloren. Auf dem Weg zum Krankenhaus musste er siebenmal wiederbelebt werden. Zwei Jahre später gelang ihm ein sensationelles Comeback, als er in einem eigens für ihn umgebauten Rennwagen an den Start ging. Später gewann er mehrere Goldmedaillen als Handbiker bei Paralympischen Spielen.
2020 wurde Zanardi von einem Lastwagen gerammt, als er mit seinem Handbike unterwegs war. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und lag nach einer stundenlangen Operation im Koma. Der Vorfall löste international Bestürzung und Anteilnahme aus.
Auch Papst Franziskus meldete sich damals zu Wort und würdigte den Italiener als sportliches und moralisches Vorbild. "Vielen Dank, dass Du all jenen Kraft gegeben hast, die sie verloren hatten. In diesem schmerzhaften Moment bin ich Dir nahe. Ich bete für Dich und Deine Familie", so das Kirchenoberhaupt. Erst im Dezember 2021 konnte Zanardi das Krankenhaus wieder verlassen. Nach einem Brand in seinem Haus 2022 folgte ein weiterer längerer Klinikaufenthalt.
