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Rund 200.000 junge Menschen bekamen bisher Brief zu Wehrdienst

Seit dem 15. Januar erhalten 18-jährige Frauen und Männer Post von der Bundeswehr. Das Ziel: junge Menschen für den Wehrdienst zu gewinnen. Auf welche Resonanz die Aktion stößt, ist bisher noch offen.

Die Bundeswehr hat seit dem 15. Januar fast 200.000 Briefe an 18-jährige Männer und Frauen verschickt. Das teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Berlin auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) mit. Demnach wurden bis zum 24. April 194.000 dieser Anschreiben verschickt.

Die Maßnahme ist Teil des Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes, das der Bundestag Ende des vergangenen Jahres beschlossen hatte. Die Anschreiben, die per QR-Code zu einem Online-Fragebogen führen, sollen den Angaben zufolge jungen Menschen frühzeitig Orientierung bieten und zugleich die "personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr" langfristig stärken. Der Wehrdienst bleibt freiwillig. Männer allerdings müssen den Fragebogen beantworten; Frauen können dies freiwillig tun.

Zur Resonanz auf die Aktion ließen sich derzeit noch keine verlässlichen Aussagen machen, so die Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Das habe unter anderem mit dem sukzessiven Versand der Anschreiben sowie den unterschiedlichen Fristen für den Rücklauf zu tun. Erst im Laufe des Jahres seien "valide Rückschlüsse" möglich.