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Dr. Pop: Singende Eltern haben positive Wirkung auf Kinder

Gerade erst ist der promovierte Musikwissenschaftler Markus Henrik mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet worden. Als "Dr. Pop" steht er auf der Kabarettbühne und überrascht mit seinem Wissen zu berühmten Songs.

Markus Henrik (43), bekannt als Musikkabarettist "Dr. Pop", hat eine positive Sicht auf Wiegenlieder. "Es gibt auf jeden Fall die These, dass Kinder mit singenden Eltern in der Evolution höhere Überlebenschancen hatten", sagte der promovierte Musikwissenschaftler der "Süddeutschen Zeitung". Erst kürzlich wurde der Künstler mit dem Deutschen Kleinkunstpreis geehrt.

Schon seit Jahrtausenden singe man Kindern vor, wisse aber erst durch eine Studie aus dem 21. Jahrhundert, dass bei Kindern Wiegenlieder in zwei Richtungen funktionierten, führte Henrik weiter aus: Sie beruhigten oder aktivierten Mädchen und Jungen, die zu lethargisch seien.

Auch ihm habe seine Mutter einst vorgesungen, erzählte der Kabarettist. "Und zwar 'Killing me Softly', weil sie es in den Siebzigern so oft von Roberta Flack gehört hatte." Das Lied habe eine schöne Melodie, außerdem gebe es dazu auch noch einen Fun Fact. Manche würden dieses durch die 90er-Version von den "Fugees", andere von Flack kennen - aber auch das sei ein Cover.

Das Original stamme von Lori Lieberman, erläuterte der Experte. Flack sei nur darauf gekommen, weil "Killing me Softly" von einer Fluggesellschaft als Beruhigungsmusik eingesetzt worden sei. Als die Sängerin von der einen Küste zur anderen in den USA geflogen sei, habe sie den Song gehört und entschieden, diesen zu covern. Erst dadurch sei er zum Welthit geworden.